Man ist erstmal das, was man ist. Um das zu werden, was man sein möchte, muß man erst einmal etwas aufgeben, nämlich Teile dessen, was einen im Moment ausmacht, die gesamte Persönlichkeit, die Denkgewohnheiten, das Verhalten, das Fürwahrhalten. Warum? Weil diese Konzepte uns genau dahin geführt haben, wo wir im Moment stehen (oder liegen).
Wenn es für uns wichtig ist, emotional und aus der vollen Persönlichkeit heraus, reich zu sein, werden wir reich werden. Wenn das Konzept "reich werden" auf den Vorstellungen anderer Menschen beruhen und uns nur suggeriert wurde, können wir Schwierigkeiten bekommen bei dem Versuch, Reichtum zu erwerben. Äußeres Reich - Werden geht nur mit innerem Reichwerden einher. Das heißt nicht, daß ein Reicher auch ein reiferer Mensch ist, sondern nur, daß Reichtum zu seinen inneren Welten gehört. Es sind jedoch zwei paar Sachen, ob das Reichsein schon innerlich in uns vorhanden ist oder ob es erst produziert werden muß.
Es gibt allerdings Tricks in Teilen der Welt der Reichen, weitere geldgierige Menschen heranzubilden, damit ihr eigener Reichtum bestehen bleibt, denn ein Reicher kann in unserer gegenwärtigen Welt nur deshalb reich sein, weil es andere gibt, die ihm zuarbeiten, indem sie ebenfalls Reichtum anstreben ("ehrgeizig sein"). Wenn niemand mehr Karriere machen möchte, werden die Konzerne die es heute gibt, nicht mehr bestehen können.
Die Geldwelt hat ihre eigenen Regeln, und wer auf "normale" Weise dazu stoßen möchte, kann das nur, indem er erstens diese Regeln kennt und anwendet und zweitens die richtigen Kontakte herstellt. Ob das mit seinen wirklichen Motivationen zusammenpaßt, muß jeder selbst wissen.
Wer mit den herkömmlichen Methoden reich weden will, muß sich kompromißlos dem System unterordnen (das Symbol dafür ist unter anderem die Krawatte, der Strick um den Hals, an dem man sich führen läßt). Eigene Interessen darüberhinaus sind fehl am Platze, Konsumkritik oder soziales Denken dürfen nicht mal als unbewußte Vokabeln in uns vorkommen. Die Welt des großen Geldes hat ihre eigene Magie, und entweder man folgt dieser und ist dabei oder man hat Bedenken und ist draußen. Die Geldwelt möchte gerne treue Vasallen und keine Menschen, die nachzudenken gewohnt sind und eigene Entscheidungen treffen.
Wer dennoch ein finanziell angemesseneres Leben führen möchte als bisher, muß seinen Lebensstil darauf einrichten. Da helfen keine Zaubertricks und Auto - Suggestionen, solange sie nicht auf dem Fundament der inneren Überzeugungen stehen. Was nicht vorhanden ist, ist nicht vorhanden und kommt auch nicht. Erst dann, wenn wir eine Form der selbstverständlichen inneren Einstellung zum Geld erreicht haben, ohne krampfhaftes Zieldenken, sind wir innerlich überzeugt, Reichtum würde uns zustehen und nicht schaden in unserer Entwicklung. Es darf auch ncht der leiseste Zweifel in uns bestehen, daß es für uns selbst unter Berücksichtigung aller Gesichtspunkte gut ist, wenn es uns finanziell gut geht. Erst dann sind die Voraussetzungen vorhanden, wirklich reich zu sein. Dann ist es für uns selbstverständlich.
Fazit: was wir innerlich nicht sind, können wir äußerlich nicht werden! Oder: nur das, was wir innerlich sind, können wir äußerlich werden!