Ich denke, wir alle ziehen alle Ereignisse in unser Er - Leben, die wir erleben. Es geht nicht anders. Was wir wahrnehmen ("erleben") ist die Entsprechung unserer Sein - Qualität, unserer eigenen "Schwingung", sozusagen eine Resonanz damit. Es wäre unendlich vieles andere möglich, aber wir nehmen nur das wahr, was zu uns paßt. Wäre es nicht so, würde uns alles, nicht nur der Kopf schwirren, denn Informationen in Form von Gedankenqualitäten befinden sich überall, denen ist nicht zu entfliehen. Aber unsere eigenen Gedanken bestimmen das, was für uns dann "Praxis" wird. Das kann unseren bewußten Wünschen / Erwartungen entsprechen oder auch nicht, immer können wir aber davon ausgehen, daß wir selbst wenigstens insofern daran beteiligt waren, als wir es zugelassen haben, wenn auch unbewußt.
Oft habe ich erlebt oder von anderen gehört, daß Ereignisse sich ankündigten, bevor sie eintraten, entweder als Vorstellungsbild oder als Gefühl. Solche Situationen sind dann eine Gelegenheit, den Kurs anzupassen, den gerade praktizierten Weg in Frage zu stellen oder ein Vorhaben noch ein wenig zu verschieben, damit "alles klar" ist in uns, alle intuitiv wahrgenommen Bedenken ausgeräumt sind. Niemand muß bei einer Katastrophe dabei sein, wenn man sie vorher wahrnehmen kann bzw. einen automatischen inneren Schutzmechanismus hat ("Schutzengel") der die Realität ein wenig "verbiegt", damit wir heil und gesund bleiben bei unserem Erleben.
Wer sich selbst ständig überfordert, muß sich nicht wundern, wenn seine eigene Automatik ihm eines Tages einen anderen Weg aufdrängt, beispielsweise in Form von Krankheit. So etwas geschieht niemals ohne Grund, der in uns selbst liegt. Unsere inneren Motivationen bestimmen unseren Lebensweg, um sich zu erfüllen. Nutzen wir unseren freien Willen, um ein neues Programm zu leben, das verhindert, daß unsere Inneren Motivationen (das, was wir uns vor der Inkarnation vorgenommen haben) realisieren können, werden unsere Motivationen versuchen, sich auf andere Weise durchzusetzen. Sie existieren ja schließlich nicht umsonst.
Ein sehr guter Weg, seine eigenen bewußten oder scheinbar verborgenen Absichten zu erkennen, liegt darin, auf den eigenen "inneren Dialog" zu achten. Das ist genau das, was uns am meisten beschäftigt. Wir können ihn am besten wahrnehmen, wenn wir ihn erstens bejahen (akzeptieren, daß wir einen inneren Dialog haben) und zweitens so genau wie möglich darauf achten, was er "sagt". Das, was wir dort wahrnehmen, ist das, womit wir uns am meisten beschäftigen. Wer sich innerlich viel mit netten Dingen beschäftigt, innerlich freundlich zu sich selbst und anderen ist und entsprechende Pläne hegt, tut das Mögliche, daß diese sich realisieren und die "netten" Gedanken zur erlebbaren Wirklichkeit werden. Der innere Dialog ist die entscheidende Vorübung für unser Erleben. Jeder kann das auf einfache Weise nachprüfen. Dafür muß man kein Psychologe sein. Das zu können und zu tun ist genau das kindliche Verhalten, daß wir benötigen, um ein selbstbestimmtes und glückliches Leben zu führen. Kinder, die man gewähren läßt, tun das automatisch und entwickeln sich prächtig dabei. Bewerten Erwachsene das, was die Kinder über ihre eigenen inneren Dialoge ausplaudern auf negative Weise, indem sie ihnen unrealistische Phantastereien vorwerfen, behindern sie das Kind in seiner freien Entwicklung und rufen dadurch Gegenreaktionen wie Versagen in der Schule oder Krankheiten hervor.
Es ist eine Eigenheit dieser Welt, daß es viele Situationen gibt, in denen man damit konfrontiert wird, daß es anderen Menschen schlecht geht, uns selbst jedoch gut. Wir können helfen, aber wir sollten nicht versuchen, das ganze Leid der Welt auf uns zu nehmen, weil diese Welt immer eine Spielwiese für die Gesamtheit der Menschen darstellt, je nachdem, auf welcher Stufe der eigenen Entwicklung sie sich befindet. Politik sollte die Entwicklung von innerer Freiheit fördern anstatt zu versuchen, sie zu behindern. Fördert man die Freiheit der Menschen um sich herum, hat man sehr viel dafür getan, Leid zu verhindern und Konstruktives zu fördern. Andererseits bringen schlechte Staatssysteme, wie wir sie nun einmal gegenwärtig noch haben, uns dazu, eigene Kreativität zu entwickeln, um unsere eigenen Motivationen doch noch in die Tat umzusetzen. Dazu gehört auch das kreative Umgehen von Gesetzen und die Entwicklung einer funktionierenden Schattenwirtschaft, wie sie ja immer konkret vorhanden ist. Alles hat seine Entsprechung, wäre der Staat "besser", hätten wir weniger Kriminalität und Schattenwirtschaft. So einfach ist das.
Eines möchte ich jedoch an dieser Stelle noch erwähnen: zu den Motivationen, die uns von Geburt an bewegen, gehören auch alle Konzepte, die wir als "karmische Verstrickungen" bezeichnen können. Was uns mit Menschen verbindet, was wir uns zu erleben mit diesen Menschen vorgenommen haben, als wir die Verstrickungen "produzierten", im Guten wie im Destruktiven, wird auch ein Bestandteil unseres Erlebens sein. Daher wäre es für jeden Menschen gut, früher oder später seine Verstrickungen aufzulösen, die er mit seinen Mitmenschen hat. Sind dort stark behindernde Einflüsse aktiv, und das sind sie bei vielen Menschen, werden diese sich eines Tages in irgendeiner Form bemerkbar machen. Dann hat man viel auszugleichen und zu bearbeiten, wenn man dieses zu sehr ins Tagesgeschehen wirken läßt. Es wäre angemessener, radikal mit diesen Einflüssen Schluß zu machen, indem wir sie durch Rückführungen u.Ä. erkennen und neutralisieren.