In historischen Zeiten, bis etwa vor dem Beginn des 30-jährigen Krieges, als Galilei, Kepler und Kopernikus auf der Wirk-Bühne der Geschichte erschienen, galt ein Weltbild, das allerlei Fernwirkungen in das gewöhnliche Denken einbezog. Man könnte es "hermetisch" nennen in Anlehnung an die Schriften des Dionysos über "Hermes Trismegistos". Mit jenem Weltbild konnte man problemlos all die Erscheinungen beschreiben (nicht erklären), die man heute für "übernatürlich" hält. Es stammte aber auch aus Naturreligionen mit ihren sehr viel älteren Einsichten. Sie lebte und lebt in vielen Sagen und Märchen bzw. Mythen fort.
Etwa gegen Mitte des 17. Jahrhunderts also wandelte sich das Weltbild. Es entwickelte sich fortan eine sehr enge Sicht der Natur, die alles ausklammerte, was nicht in die Natur-Gesetze der Mechanik zu passen schien. Dieses Zeitalter, das bis heute anhält und auf der letztendlich auch unsere Gesellschaftsmodelle beruhen, widmete sich mehr der Analyse statt mit Kreativität und Intuition an einem angenehmeren Dasein zu arbeiten.
Nun war dadurch Intuition und Kreativität ja nicht gestorben, sondern nur die Schwerpunkte waren anders gesetzt und das kulturelle Denken wurde allgemein zum Materialismus.
Daß es soweit gekommen ist, hatte sicherlich mit der allgemeinen Unfreiheit zu tun, die durch die Übermacht der Kirche(n) in jenen Gesellschaften erklärt werden kann, aber auch mit dem Erstarken eines Bürgertums. Es setzte sich aus Freien Kaufleuten, Handwerkern und Gelehrten zusammen, und diese gebündelte gesellschaftliche Kraft wird den etablierten Klerikern ebenso wie den Adligen Angst gemacht haben.
In der Literatur, in den armen Stadtvierteln und auf dem Lande lebten die alten Weltanschauungen weiter. In der Literatur und der Musik sowie allen anderen Richtungen der Kunst haben sie über Romantik bis zu den Jugendbewegungen eine Art "zweite Kultur" geprägt, eine Gegenwelt zur vorgeblichen Rationalität der ansonsten materialistischen Weltanschauung. Die beiden Brüder Jakob und Wilhelm Grimm haben bis etwa Mitte des 19. Jahrhunderts intensiv über diese Problematik geforscht und unsere Realität anhand von Sprachgebrauch und Mythologien beschrieben. Es gab immer Bestrebungen, eine andere Sicht der Welt aufrecht zu erhalten, aber für eine gewisse Zeit hat sich eine "harte" Sicht durchgesetzt. Das hat sicher auch damit zu tun, daß sich das offizielle Hochdeutsch vieler militärisch geprägter Ausdrücke bediente, ging auf jeden Fall aber damit einher.
Viele andere Wissenschaftler haben sich um derartige Dinge nicht gekümmert, für sie waren es und sind es bis heute nur Verwerfungen des Geistes, wenn Dinge beschrieben werden, die nicht zum mechanistischen und materiellen Weltbild passen. Für einen Decartes war die Welt einfach eine Maschine, für Bacon war die Natur nur zum Ausbeuten da.
Für Leute, die sich (zu Unrecht, wie ich meine, weil sie ja ihren eigenen Ansichten gegenüber auch skeptisch sein müßten!), Skeptiker nennen, gibt es in etwa folgende Welt: eine Art "Natur", die bis ins Letzte analysierbar und beschreibbar ist und die rein kausal und mechanisch funktioniert. Sie besteht objektiv und absolut, unabhängig vom Betrachter. Die Natur und damit auch wir Menschen, Tiere und Pflanzen funktionieren wie eine Maschine, und es gibt keine andere Möglichkeit, die Wirklichkeit, in der wir zu sein glauben, zu beschreiben. Wo sie etwas nicht explizit erklären oder gar "beweisen" können (wie sie es nennen), jubeln sie dem Publikum ihren eigenen Glauben unter. Das betrifft z.B. die Frage, wie aus nervlichen elektrischen Strömen im neuronalen Netz Bewußtsein entsteht. Es wird einfach etwas voraus gesetzt, was sich nicht beweisen läßt, nämlich daß einfach so aus nervlicher = elektrischer Aktivität Bewußtsein entsteht.
In den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts erschienen Leute wie Niels Bohr, Albert Einstein, Pasqual Jordan, Werner Heisenberg, Ernest Rutherford und Carl Gustav Jung auf der Bühne der Geschichte. Die Folge war: man erkannte, daß alle bisherigen Einsichten bezüglich Raum, Zeit und Materie in einen neuen Kontext gestellt werden mußten. Nichts war mehr fest, und so ist es bis heute geblieben. Wenn man nun allerdings denkt, das "Herrschende Weltbild" hätte sich dadurch geändert, etwa die Schullehrinhalte oder die Forschungsziele der allgemeinen Wissenschaft, der irrt sich. Alles blieb schön so, wie es bis dahin gedacht war. Die Medizin behandelte seine "Kunden" weiterhin wie eine zu reparierende und auszubeutende Maschine, Psychologie, Soziologie, Wirtschaftswissenschaften taten es ebenfalls der "Alten Physik" nach.
Parallel zur offiziellen Weltbilderschaffung und -aufrechterhaltung hielten sich aber Naturreligionen, Hermetik und Mystik weiter in den Köpfen und Bedürfnissen der Menschen. Man hat eben als normaler Mensch gewisse Instinkte, die einem sagen, was richtig ist und was falsch. Die Wissenschaftler der "Alten Schule" wehren sich gegen die zunehmende Ver-Spiritualisierung des Weltbildes, da es ihr eigenes mechanisch erklärtes Weltbild natürlich kompliziert und ihre eigenen Forschungen unmöglich macht: wer kann schon hinnehmen, daß man als Experimentator und sogar als Konzipient eines Experiments oder einer soziologischen Untersuchung sich selbst, seine eigenen Überzeugungen mit einbeziehen muß? Dadurch verändert sich alles, und daher tabuisiert man es nach Kräften.
Um es einmal klar auszudrücken: ich halte die Kreativität unserer anerkennten Techniker, Chemiker, Mediziner etc. für umwerfend und überwältigend. Was alles erfunden, zusammengebastelt und mathematisch erdacht wird, ist toll und hat zu weitreichenden Entwicklungen geführt. Das wird wohl auch niemand bestreiten. Vieles davon hat unser Leben entscheident erleichtert.
Es gibt aber Nebenwirkungen, und diese haben zu sehr unerfreulichen Effekten geführt: ich spreche hier von der Art und Weise, wie wir mit unserer Welt umgehen.
Ansonsten sehe ich dort Probleme, wo die Art zu denken, nämlich maschinell, zu Fehlentwicklungen in der Art führt, wie man mit Menschlichen Unzulänglichkeiten umgeht wie körperliche Krankheiten, Problemen der "Psyche", Demenz oder richtigen Psychosen. Auch die Pädagogik leidet sehr unter der begrenzten Weltsicht, besonders in Hinblick auf "Kommunikation" zwischen Menschen, die ja heute auf falschen Voraussetzungen beruht, da Telepathie und Suggestion nicht berücksichtigt werden, aber die alles treibende Kraft darstellen.
Was würde uns hier weiterhelfen? Was benötigt die Menschheit, um sich aus dieser Enge zu erheben? Sie benötigt ein sehr viel größeres Weltbild. Es muß geeignet sein, alle bisher bekannten und von irgendwelchen Menschen erlebten Erscheinungen zu integrieren.
Tun wir das nicht, sind wir per medizinischer Definition "verrückt", pathologisch geistesgestört. Erkennen wir die uns beherbergende Realität nicht oder erkennen wir diese nicht an, so leiden wir an einer Geisteskrankheit und können unser Potential keineswegs voll entwickeln. Das ist der Punkt, wo wir stehen. Wir denken uns als Maschine in einer Welt, in der es nichts gibt als andere Maschinen, unbelebte Materie und Kräfte. Das ist durchaus als geistesgestört anzusehen.
Daraus folgt ja immerhin, daß wir falsche Schlüsse über unser Denken und Handeln ziehen: daß wir daran glauben, daß wir körperlich verschleißen, daß wir uns keineswegs selbst reparieren können, daß dafür immer chemische Produkte oder physikalische Verfahren nötig sind und daß wir dem Zerfall hoffnungslos preisgegeben sind. Wenn wir arm sind, könnten wir daraus schließen, arm bleiben zu müssen (was viele Menschen tun). Viele Menschen denken auf diese Weise. Andererseits denken wir, die Technik und Wissenschaft sei eines Tages in der Lage, alle Probleme technisch zu lösen. Besteht diese Aussicht wirklich, und wenn ja, warum wollen wir darauf warten, wenn wir an dieser Realität gegenwärtig verzweifeln? Wenn wir uns vielleicht "unheilbar" krank wähnen? Oder weil wir in einer wirtschaftlich unerfreulichen Situation stecken? Wollen wir dann wirklich warten?
Wenn wir also uns selbst in einer verkehrten Position in der Welt denken, verkennen wir unsere konkreten Möglichkeiten. Dann hoffen wir auf andere, anstatt uns selbst zu helfen. Dann lassen wir andere für uns denken. Wenn wir uns am falschen Weltbild orientieren, handeln wir unverantwortlich.
Unser neues, angepaßtes Weltbild kann nur eines sein, das gleichzeitig reduziert und erweitert. Es reduziert, indem es verbietet, aus der Betrachtung von Einzelheiten auf ein Ganzes zu schließen. Es erweitert, indem es alle Phänomene integriert, die sich im Bereich menschlichen Erlebens zugetragen haben.
Was sind das denn nun für Erscheinungen, die integriert werden müssen? Wir haben es mit Telepathie zu tun, mit Geisterscheinungen, mit Außerkörpererfahrungen, mit Channeling, mit Wiedergeburtssymptomen (irrationale Kommunikation, körperliche Leiden oder einfach Physiogonomieauffälligkeiten, mit außerordentlichen Begabungen etc.), mit verschränkten Teilchen, mit der illusion von Materie (es gibt Masse fast nur in den Atomkernen, und die ist unvorstellbar klein, z.B. würden alle Atomkerne der Gizeh-Pyramide in eine Streichholzschachtel passen), Astrologie, Homöopathie (als Stellvertreterin für alle magischen Heilverfahren genannt), spontane Selbstheilungen, Marienerscheinungen, das EPR-Paradoxon, das Welle-Teilchen-Paradoxon, Remote View, Voodoo-Flüche, Instinkt und Intuition bei Mensch, Tier und Pflanze, Präcognition, Tele-Empathie, UFOs und dergleichen mehr.
All diese genannten Dinge werden von der heutigen Mainstream-Wissenschaft belächelt, Vertreter und Zeugen nach Kräften gemobbt. Es wird tabuisiert, wo es nur geht oder ausdrücklich bekämpft (siehe Richard Dawson). Befaßt sich ein Wissenschaftler ernsthaft damit, kann er schnell seine Reputation verlieren.
Was kann also geeignet sein, eine vollständige Beschreibung der Welt zu geben? Ich rede dabei nur von der Welt, die sich uns bisher offenbart hat und die zum Spektrum menschlicher Erfahrungen gehört.
Nun, es ist ziemlich einfach, wenn wir davon ausgehen, in einer Welt zu leben, die aus nichts anderem besteht als "Information". Wir können diesen Begriff aus der Computerwelt beruhigt als Analogie verwenden, denn in den "virtuellen Welten" denken und handeln wir ja alle genau so wie in der "anderen". Vorhanden sind Schaltzustände, und wir erleben sie als Fotos, als Filme, als Tondateien, als Textdateien oder als Befehle für Industrieroboter. Wir bewegen uns in der virtuellen Realität, als wäre sie begreif-bar. Unsere Gefühle reagieren auf Information, wenn wir einen Film oder ein Foto sehen, eine Textdatei lesen etc.
So könnten wir uns auch "den Rest" unserer Welt denken, ohne daß die Beschreibung darunter je leiden würde, was sogenannte "Skeptiker" anscheinend befürchten. Wir leben in einer Welt voller Information, und wir selbst suchen uns durch unsere eigene Qualität ständig automatisch gerade diejenigen "Frequenzen" heraus, die zu uns passen und erleben "Realität" entweder als angenehm oder nicht. Wir halluzinieren "Wirklichkeit", interpretieren die telepathisch empfangene Information und bauen uns daraus unsere eigene Welt. Da wir dabei meist mit anderen Menschen kommunizieren, passen auch die Interpretationen der Menschen untereinander einigermaßen zusammen. Vollständig passen sie nie, jeder weiß, daß andere Menschen eine andere Realität haben, auch wenn man von den vermeintlich "gleichen Dingen" spricht. Wäre irgend etwas in der Welt exakt meßbar und bestimm - oder beschreibbar, gäbe es kaum Mißverständnisse und Streitigkeiten und damit Anlaß für Gerichtsprozesse.
Eine Welt, die aus Information besteht, muß nicht zwangsläufig räumlichen Beschränkungen gehorchen, und daher kann man durchaus Informationen wahrnehmen, die scheinbar von einem weit entfernten Ort stammen. Da Telepathie nichts mit Energie zu tun hat, nimmt ihre Intensität auch nicht mit dem Quadrat der Entfernung ab, wie es bei Energie-Aussendungen der Fall sein müßte. Entfernung und Energie sind ja ebenfalls Konstrukte unseres kreativen Geistes, ein gelungener Versuch der Selbsttäuschung und Selbstbeschränkung.
Da es "Zeit" in der gewohnten Form nicht zwingend in unserem Weltbild als Größe geben muß, können wir Zusammenhänge wahrnehmen, die schon stattgefunden haben oder die noch (wahrscheinlich) stattfinden werden. Die Voraussetzung für Präcognition ist meines Erachtens, daß das Vorhaben oder die Umstände schon geistig geschöpft worden sind, also schon als demnächst wirksame Information vorliegt.
Es gibt ein weit verbreitetes Mißverständnis bei vielen Menschen, die sich bisher mit Deutungen von "Magie" oder "Heilung" befaßt haben: viele Menschen glauben, in einem kausalen Universum zu leben (Ursache-Wirkung). Das ist jedoch nicht der Fall: es gibt nur "Synchronizitäten", wie es Carl Gustaf Jung postulierte. Das sind Erscheinungen von Ähnlichkeiten aller Art. Man denkt etwas und es geschieht früher oder später. Jeder kann es selbst ausprobieren, indem er während eines Films im Fernsehen oder Video liest und/oder mit anderen spricht: es kommt oft vor, daß Worte fast gleichzeitig im filmischen wie auch im tatsächlichen Dialog vorkommen oder man sie gerade dann liest, wenn sie im filmischen Dialog erscheinen. Das ist ein Hinweis darauf, daß man diese Erscheinungen zwar nicht verursacht hat, was ja evident ist, sie aber trotzdem fast zur gleichen Zeit erscheinen.
Nun gibt ja solche Schlaumeier, die meinen, für unsere täglichen Geschäfte reiche die "normale Physik" ja vollkommen aus und man müßte keine Atom-Physik, Meta-Physik oder irgendeine Welt-beschreibende Gesamtheorie bemühen, um den Alltag handhaben zu können. Das ist von daher falsch, als wir ja durchaus Kommunikationsprobleme, gesundheitliche Probleme und wirtschaftliche Probleme haben, die genau durch diesen Mangel an Verständnis ausgelöst werden. Wenn ich glaube, mein Bewußtsein hätte sich zusammen mit neuronalen Verschaltungen in meinem Gehirn entwickelt, kann ich nicht nachvollziehen, warum ich mich mit bestimmten Menschen nicht verstehe (z.B. meinem Vater) oder warum mir manche Menschen unsymphatisch sind. Ich kann mir auch nicht erklären, warum ich mit besonderen Begabungen oder Schwächen zur Welt bekommen bin, warum ich bestimmte Krankheitsexpositionen habe oder warum ich immer Pech habe (bei Geld, bei Liebe etc.).Woher stammen irrationale Ängste, die nicht mit erlebten Traumata zu tun haben? Die Welt der Psychoterapeuten ist voll von derartigen Erscheinungen.
Eine derartige Weltsicht kann mir keine Hoffnung geben, wenn etwas "nicht stimmt". Erst recht dann nicht, wenn ich intuitiv weiß, daß es noch ganz andere Wahrheiten gibt als die in der Schule/Universität gelernte. Wie will man denn den Tod emotional dort einordnen, wenn man intuitiv weiß, daß es ganz anders ist, als man es sich als konservativer Physiker oder Biologe vorzustellen hat?
Aber auch für Menschen, die gute Beobachter sind und Telepathie und Intuition beobachten oder andere Phänomene ist es ein Gefühl der Armut, wenn die Realität nicht im geltenden Weltbild abgebildet wird. Es ist ein gefühlt krasser Gegensatz zu dem, was "wirklich" ist und was jeder Mensch wirklich auch intuitiv weiß.
Wenn das gesamte Universum nichts anderes ist als Information, muß man die Frage klären, was man mit dieser Information alles anfangen kann. Das hört sich schwieriger an als es in Wirklichkeit ist: wir müssen nur betrachten, wie unsere Meinungen entstehen, das, was wir für wahr halten, unsere inneren Überzeugungen. Man bedenke, diese Überzeugungen sind alles, was wir jemals besitzen können! daher sind wir so sehr daran interessiert, welche zu bekommen, und wenn wir welche besitzen, sind wir sehr daran interessiert, sie zu behalten.
Nehmen wir etwas wahr, was zu unseren bisherigen Überzeugungen paßt, sind wir gerne bereit, es zu unseren bisherigen Überzeugungen hinzu zu fügen. Wenn wir z.B. oft genug eine ganz bestimmte Botschaft hören oder sehen, z.B. im Fernsehen, dann sind wir unter Umständen bereit, sie in unser Bewußtsein zu integrieren. Das kann insbesondere eine Werbebotschaft sein für ein Produkt oder eine Sache. Wer kann sich schon dagegen wehren, wenn kurz vor Weihnachten vermeintlich oder tatsächlich "arme" Kinder in Entwicklungsländern gezeigt werden und gleichzeitig ein Konto eingeblendet wird? Wen rührt das Gesehene nicht?
Auch Reden bekannter, vermeintlich seriöser Menschen (Prominente...) können in uns eine derartige Wirkung auslösen, daß wir ihre Darstellung als Realität hinnehmen. Wir sagen, die Rede hätte eine gewisse suggestive Wirkung auf uns.
Wenn Sie jetzt jemandem erzählen, diese Welt wäre aus fester Materie, jemandem, der keine andere Information hat und fragt "wo bin ich?" und Sie sagen "schau doch mal die schönen Blumen und das Gras, und siehst Du nicht das Haus dort drüben?" Und da dieses Wesen noch nichts weiß außer, daß Sie es bisher emotional und körperlich gut versorgt haben, weil Sie seine Mutter sind, hat es Vertrauen in Sie und wird Ihnen alles glauben, was Sie ihm erklären.
Und wenn Sie ihm erklären, es gäbe einen Weihnachtsmann, der mit einem Schlitten herumfährt und braven Kindern Geschenke bringt, werden die kleineren Exemplare unter Ihren Kindern das ebenfalls einfach als Tatsache hinnehmen. Wenn Sie in einer materielosen Welt leben und gefragt werden, ob Sie an einem interessanten Experiment teilnehmen würden, wobei es reichhaltige Erfahrungen zu machen gäben, wer würde da schon "Nein" sagen? Und wenn dieses Experiment einen Vertrag beinhalten würde, daß Sie bereit sein müssen, sich blind auf eine Art von Realität einzulassen, die vorgibt, fest und materiell zu sein, würde das sicher nicht viele Leute abschrecken, da sich ohnehin niemand vorstellen kann, was das konkret bedeutet. (Die vielen Lernmöglichkeiten scheinen sich herumgesprochen haben, viele wollen gerade jetzt "hier" sein...)
Wer etwas von Hypnose versteht und schon mal als Hypnosedarsteller auf der Bühne stand, wird Ihnen bestätigen können, daß es sehr leicht ist, eine gewisse Anzahl von Leuten gemeinsam zu hypnotisieren: genau das passiert täglich überall, wo Menschen zu Gruppen sprechen, mit Gruppen etwas veranstalten, Menschen zum Mitmachen bewegen wollen. Je mehr Menschen es sind, umso leichter hat es der Hypnotiseur. Die meisten Menschen reagieren in Gruppen unverzüglich so: das eigene Denken wird aufgegeben, die Eigenverantwortung wird zurückgedrängt, was der Zeremonienmeister sagt und tut, ist Gesetz. Das funktioniert nicht nur in der Kirche oder beim Heizdeckenverkauf an Senioren, sondern sogar über das Fernsehen.
Wir kennen also durchaus Situationen, in denen Menschen bereit sind, Suggestionen anderer anzunehmen, vor allem dann, wenn es keinen Grund für Mißtrauen gibt. So könnte dieses Universum, das von uns als "fest" gedacht wird, einst gestartet sein. Dabei erhebt sich sofort die Frage, aus welcher Ralität heraus denn diese "Seelen" damals gekommen sind. Das würde ich mir nicht zutrauen zu beantworten, reine Spekulation kann ich hier leisten. Aber daß es möglich ist, sich selbst und anderen etwas Grundsätzliches vorzumachen, wird wohl jeder bestätigen können. Unsere Politiker tun es täglich, und Verkäufer auch. Wenn wir unser Leben betrachten, werden wir eine Abfolge von Zuständen sehen, in denen wir selbst gefangen waren und die wir immer wieder geändert haben. Immer, nachdem wir einen Lernprozess durchlaufen haben, haben wir uns gefühlt, als wären wir neu geboren, jedenfalls ein bißchen. Jede neue Erfahrung hat uns gelehrt, daß die Welt anders ist als wir es uns gedacht haben oder daß sie so ist, wie wir sie uns intuitiv schon immer gedacht haben. Ich will damit nur sagen, daß wir keineswegs in einem konsistenten Bewußtseinszustand leben, sondern daß sich unser Zustand immer wieder ändert. Die Art, wie diese Änderung vonstatten geht, hängt von den Personen oder Wesen ab, die uns beeinflussen. Ich spreche von Suggestion.
Verschiedene Physiker, unter ihnen auch Hans-Peter Dürr, postulieren ein neues erweitertes Weltbild. Soweit ist es schon einmal ein Fortschritt. Daß man aber generell nicht von der Konstruktion unseres Universums mit Hilfe von Energie lassen möchte, wird dadurch klar, indem man es immer noch in Beschreibungen verwendet. Ich denke, die Energie stört nur. Wir sollten sie im Alltag nutzen, solange sie in unseren allgemeinen Vorstellungen noch aktiv ist, aber in Beschreibungen des gesamten Seins hat Energie keinen Platz. Man spricht von Energie-Schwingungen, Fluktuationen oder Wahrscheinlichkeiten, verkennt aber dabei den Umstand, daß man mit Energie immer die Crux der Aussendung hat. Wenn man nur von "Feldern" spricht, die "überall" vorhanden sind und gelegentlich zu Materie kondensieren, kann man sie auch gleich weglassen und sie durch "Information" ersetzen. Mit dem Begriff "Information" können wir etwas anfangen, und daß Information irgendwie übertragen werden kann, ist ebenfalls in unserer Vorstellung (auch wenn dieses einen Raum postuliert, den es möglicherweise auch nicht gibt, worauf vieles hindeutet). Daß wir "Information" sind, daß wir durch andere "Information" unsere eigene Information verändern und daß wir durch Suggestion andere verändern, ist von unserer alltäglichen Erfahrungswelt nicht weit entfernt. Daß die Art der Übertragung telepathischer Natur ist, leuchtet ein. Die einzige Kraft, die es wirklich gibt, ist die Suggestionskraft, die Fähigkeit, jemand anderen zu überzeugen, daß er die zu mir gehörende Botschaft annehmen und sich zu eigen machen möge.