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Was haben Ereignisse in diesem Leben mit anderen Leben zu tun?

Das gesamte Thema "Zusammenleben" und "Kommunikation" sehen wir aus einer neuen Betrachtungsperspektive, wenn wir davon ausgehen, daß wir alle schon viele Male gelebt haben und aus diesen vergangenen Leben viele Menschen in diesem Leben wiedertreffen. Woher sonst sollten so viele irrationale Sympathien und Antipathien kommen, soviel "Liebe" und soviel "Haß" oder Probleme in der Kommunikation zwischen Menschen? Wäre das nicht so, könnte man einfach Regeln aufstellen und jeder hielte sich daran. So ist es jedoch wirklich nicht! Überall, wo Menschen zusammenkommen, gibt es Mißverständnisse, Aggressionen, ungeduldiges Verhalten oder sonstige Fehlleistungen. Ich bezeichne ein solches Verhalten als "irrationale Kommunikation". Man kann nicht miteinander, die Chemie stimmt nicht, man ist sich unsympathisch - das sind die gewohnten Bezeichnungen für derartige Umstände.

Es ist leicht vorstellbar, daß jemand, der hier und jetzt einen Menschen wiedertrifft, mit dem er einmal eine mit Schuldgefühlen beladene Beziehung hatte, wenig eigene Entscheidungsmöglichkeiten hat, mit diesem Menschen eine gelungene Zusammenarbeit oder Kommunikation zu erleben, es sei denn, einer von beiden hätte inzwischen erheblich dazugelernt.

Frühe Zeiten des Mensch-Seins

Nach meiner Erfahrung durch Rückführungen, die ich selbst gab oder als Rückgeführter erlebte, ziehen sich solche komplizierten Beziehungsgeflechte oft über viele Leben und "ewige" Zeiträume hin. Vielfach sind immer die gleichen Personen (besser: Seelen - Einheiten) beteiligt.

Das geht in den Eltern-Kind-Bereich, den Geschwisterbereich, das Geschäftsleben und natürlich ganz besonders durch alle Themen der Frau-Mann-Beziehungen. Menschen haben sich etwas versprochen, was sie dann nicht mehr in jenem Leben einlösen konnten. Es gab Drohungen und Flüche bei Gewalt-Konflikten (und wir wissen aus der Geschichte, daß es davon reichlich gab!) Und es gab Schuldgefühle.

Hierzu ein Beispiel: Ein Junge und ein Mädchen gehören zwei Clans an, die total miteinander verfeindet sind. Eine besondere Situation bringt sie dazu, einander näher zu kommen und sie verlieben sich. Es kommt, wie in früheren Zeiten oft üblich, zu extremen Auseinandersetzungen zwischen den Clans, und das unglückliche Paar sieht keinen anderen Ausweg als den Freitod, aus Verantwortung für die Familien. Sie versprechen sich: "ich bin ewig Dein!" jeder dem anderen. Auf diese Weise verbinden drei Motive die beiden miteinander: einmal die Liebe sowieso, dann das gegenseitige Versprechen und auch noch der gemeinsame Tod.
Ist es ein Wunder, wenn sich die beiden in ihren nächsten Leben immer wieder treffen, solange, bis ihre Vorstellungen von Liebe und damit ihre Versprechungen sich erfüllt haben? Es ist leicht vorstellbar, daß es dann wieder zu erheblichen Schwierigkeiten kommen kann, wenn erneut Hindernisse vorhanden sind, weil vielleicht der eine verheiratet ist, zu alt ist, der Bruder ist, der Vater ist, die Mutter ist, in einem fernen Land wohnt oder eine andere Hautfarbe hat. Womöglich hat man andere Verpflichtungen anderen Menschen gegenüber, ebenfalls aus anderen Leben und kann deshalb keine erfüllte Beziehung mit dem Wunschpartner haben.

Mutter und Kind

Natürlich gibt es von dem Thema alle erdenklichen Variationen. Da hat eine Mutter durch Unachtsamkeit nicht verhindern können, daß ihr Kind verunglückte. Sie ist voller Schuldgefühle. Trifft sie dieses Kind jetzt wieder, müssen wir uns nicht wundern, wenn sie sich diesem Menschen über die Maßen aufopferungsbereit verhält! Ihre Schuldgefühle bringen sie dazu, sich "irrational" zu verhalten. Das kann Über-Fürsorge als Mutter sein oder extreme Duldsamkeit einem Mann gegenüber, der sich das wirklich nicht verdient hat. Fragt man in so einem Fall nach, wie so ein Paar zusammen gekommen ist, kann man zu hören bekommen von der Frau "ich habe mich für ihn verantwortlich gefühlt, ich mußte für ihn da sein!" Ist es da ein Wunder, wenn der Mann das über die Maßen ausnutzt und sich ein bequemes Leben auf Kosten der armen Frau macht? Zumindest kann es so kommen.

In einem anderen Beispiel wird ein junger Schiffbrüchiger, der sich an einem schwimmenden Mast festhalten und so überleben konnte, ans Ufer gespült und von einem jungen Mädchen gesundgepflegt, das mit ihrer Sippe an der Küste wohnt. Sie verlieben sich, aber da er ein Bürger eines verfeindeten Staates ist, kann er nicht bleiben. Er verspricht, wiederzukommen und sie abzuholen. Damit er das Geld zusammenbekommt, um das zu können, begeht er einen Mord im Auftrag eines Onkels, er bringt eine Hebamme um, die angeblich verantwortlich ist für den Tod der Frau und des Sohnes des Onkels bei der Geburt. Die ganze Geschichte ist lang, abgekürzt lief es so: er holte das Mädchen zwar ab, hatte jedoch so viele Schuldgefühle gegenüber seinem Opfer, daß er damit nicht leben konnte und bei der gemeinsamen Fahrt nachts die Koje verließ und sich über Bord ins eisige Wasser stürzte. Wir können uns vorstellen, daß dieser Mann nun mit zwei Frauen ernste karmische Verstrickungen hat: einmal mit seinem Opfer, und eine andere mit seiner Geliebten. Alles, was diese Beteiligten sich versprochen haben, sich geschworen haben im Guten sowie im Bösen, drängt als Lebensmotiv später zur Erfüllung und wir nennen es "Schicksal". Auch der Onkel ist in dem Geflecht alles andere als neutral. Und tatsächlich sind in diesem konkreten Fall daraus viele weitere Konflikte erwachsen, sowohl mit den Frauen als auch mit dem Onkel. (Sie lösten sich durch die Bewußtmachung mit Hilfe von Rückführungen zum Teil auf).

Unselige Lebensmotive

Wenn wir vor unserer jetzigen Existenz vielleicht 10 andere hatten und in allen ohne Kenntnisse karmischer Zusammenhänge lebten, haben wir möglicherweise durch unser unbewußtes Tun eine Fülle unseliger Lebensmotive angehäuft, die erstens zum Zusammentreffen mit den betreffenden Personen führen werden oder schon geführt haben, und zweitens eine Menge Konfliktstoff für Spannungen und irrationales Verhalten bieten.

Wir müssen uns klar machen, daß wir Menschen in früheren Zeiten längst nicht so friedlich waren wie heute in Europa, das Messer steckte immer locker im Gurt, und Gift und sonstige Mittel waren schnell bereit, ein Menschenleben war wenig wert. Brandschatzungen waren an der Tagesordnung bei Auseinandersetzungen, später auch Massenvergewaltigungen

Es war mir bei all den Rückführungen nicht möglich, herauszufinden, wie das Ganze seinen Anfang genommen hat. Ich gehe davon aus, daß Konflikte nicht einfach so zwischen Menschen ausbrechen, sondern sie müssen einen Grund gehabt haben. Welchen, weiß ich zum heutigen Zeitpunkt nicht sicher zu sagen, es wäre reine Spekulation. Mir ist jedoch schnell klar geworden, daß die Konflikte, die oben beschrieben sind, nicht "Ur - Ursache" waren für die Ereignisse, sondern auch nur zwischen Menschen abliefen, die sich bereits aus vielen gelebten Leben kannten und vieles zusammen und gegeneinander durchgemacht haben. Man hatte in vielfältiger Weise in Beziehung zueinander gestanden: als Paar, Eltern-Kind-Beziehung, Soldaten gegenüber und nebeneinander, Geschäftspartner, Geschwister, andere Verwandschaftsgrade, Pastor - Gemeinde, Abt - Mönche, Arbeitskollegen, Feuerwehrkollegen, Kz-Insasse und Wärter, Vereinskamerad/in, Arzt - Patient/in, kurz alle Beziehungen, die man im Leben mit anderen Menschen so erleben kann.

Emotionsgeladen

Die Ergebnisse der Rückführungen sind keinesfalls phantasiert oder spekuliert, da die Auslöser für die Rückführungen in keinem Fall Zeitvertreib oder Wissensdurst waren, sondern immer einen ernsten akuten emotionalen Hintergrund oder körperliche Symptome hatten. Während der Rückführungen war es auch eher normal, wenn es zu großen emotionalen Ausbrüchen kam, wenn eine alte Situation wieder angeschaut und bearbeitet wurde. Immer, wenn sich dann im folgenden Leben die emotionalen Schwierigkeiten oder körperlichen Symptome verringerten oder auflösten, konnte man sicher sein, wirklich etwas bewegt zu haben. Das wäre bei Phantasie wohl nicht der Fall gewesen. Außerdem ist Rückführung zu anstrengend, um sie zum Zeitvertreib zu machen!

Es war die Einsicht in die Zusammenhänge, die "Licht" ins Dunkel gebracht hat, so als hätte sich ein Erwachsener bei einer Therapie an schwere Traumata aus seiner Kindheit erinnert, um sie somit aus seiner heutigen Sicht anschauen und lernen zu können, rationaler mit den Situationen umzugehen. Alte emotionale Entscheidungen wurden bei den Rückführungen revidiert und damit die Situation nachträglich entschärft, was dem gegenwärtigen Erleben zugute kommt, da man dann emotional besser "sortiert" ist. Man lernte, die alten Situationen aus neuen Perpektiven zu sehen und so neu zu bewerten. Die eigenen Motivationen bei allen Angelegenheiten mit anderen Menschen sind klarer, und darauf reagieren die Mitmenschen entsprechend angemessener.

Menschen mit Beziehungs- und sonstigen Kommunikationsproblemen haben es meiner Einschätzung nach mit Konstellationen von Personen zu tun, die in früheren Zeiten ernste Schwierigkeiten bis hin zu Mord oder politischen Auseinandersetzungen gehabt haben. Es ist keine Seltenheit, daß man als sein eigener Enkel oder seine eigene Enkelin wiedergeboren wird, bisweilen sogar als sein eigenes Kind, wenn der Erzeuger z.B. nach der Zeugung im Krieg fiel, was nicht selten vorkam. Heiraten, ein Kind zeugen und ab an die Front - das erlebten viele, überlebten aber viele nicht. Daß solche Konstellationen im späteren Leben nicht gerade zum Familienfrieden beitragen, wenn dann noch sehr alte Belastungen dazukommen, läßt sich denken. Aber es klärt sich auch immer etwas allein dadurch, daß ein Leben gelebt wird und die alten Fehler nicht in der Schärfe wiederholt werden wie früher. Menschen lernen dazu, auch vollkommen unbewußt, und Kinder von heute haben komplett andere Voraussetzungen für dieses Leben und ganz andere Chancen als in früheren. So macht das Ganze auch dann Sinn, wenn man nicht in der Situation ist, bewußt durch Rückführungen einen Teil seiner alten Beziehungen aufarbeiten zu können. Aber Rückführungen zu machen kann eine ungeheure Beschleunigung der Aufarbeitung darstellen. Sie ist die effizienteste Therapieform, die ich kenne und oft das Einzige, was wirklich weiterhilft.

Bestimmte Orte

Noch etwas möchte ich an dieser Stelle erwähnen: mancher mag sich schon gewundert haben, daß es ihn immer wieder an bestimmte Orte oder Länder treibt. Ich erkläre es aus meiner Erfahrung mit Rückführungen so, daß es diese Beziehungen und Verstrickungen eben nicht nur personengebunden gibt, sondern ebenso auch ortsgebunden. Natürlich sehnt man sich auch manchmal an Orte zurück, wo man es gut hatte und wenn man dann tatsächlich einmal so einen Ort besucht, geht einem das Herz auf, weil die Freude an die Erinnerung einfach riesig ist. Wer zum Beispiel als Fährmann ein interessantes Leben an einem wunderschönen Fluß durchlebt hat, wird sich voller Freude und Bewegtheit an jenem Ort wiederfinden oder einem, der dem ersehnten ähnlich ist. Auch die Neigung zu bestimmten Berufen läßt sich so erklären, ebenso die besonderen Fähigkeiten, die mancher schon in seine Ausbildung oder als Kind mitbringt. Auf Abneigungen trifft es jedoch ebenso zu.

Wer weitere Informationen sucht, gebe vielleicht folgende Suchwörter in eine Suchmaschine ein: Reinkarnation, Rückführungen, Wiedergeburt, Seelenwanderung, Mythostraining und verwandte Wörter. Konkrete links stelle ich selten auf meine Seite, da viele nur kurze Zeit zur Verfügung stehen. Da ist es besser, die Suchmaschine zu bemühen. Außerdem kommen täglich neue Seiten hinzu, dies sollte man berücksichtigen. Das erhöht permanent die Chance, etwas Brauchbares zu finden.

Rückführungen bei wem oder mit wem?

Ich fordere meine Leser aber auf, sehr auf ihr Gefühl zu achten. Vieles, was im Web und auch in Büchern steht, ist Propaganda von Religionen und Heilslehren und zielt nicht auf persönliche Befreiung ab. Ein Angebot klingt nicht authentisch? Es hört sich wiedergekaut an? Es setzt pauschalen Glauben voraus? Das ist eher kritisch zu sehen. Auch sollte man sich vor zu teuren Angeboten einer Rückführungstherapie hüten: erstmal eine Sitzung, die wirklich etwas bringt, und dann nach einer gewissen Lebenszeit mehr, wenn es einen Anlass gibt. Eine Sitzung kostet etwa 250,- bis 400,- Eur. Man sollte mindestens einen ganzen Tag "danach" einplanen, um sich an sein geändertes Lebensgefühl zu gewöhnen. Man fängt an, neu zu denken, spürt neue innere Überzeugungen.

Leute, die eine derartige Form der Lebenshilfe anbieten, haben sehr unterschiedliche Lebens- und Glaubenshintergründe. Man muß eben ein Gefühl dafür entwickeln, wer zu einem paßt. Einen Arzt oder Psychologen, der "so etwas" macht, wird man schwer finden, da es für die meisten dieser Leute nicht vorstellbar ist, sich vom Weltbild des 18. Jahrhundert zu verabschieden, wie es die Physiker schon teilweise getan haben (Teilchen - Physik).

Meine Erfahrungen führten dazu, daß ich mir wünsche, es werde zu einem Kulturgut, sich gegenseitig rückzuführen, wie meine Frau und ich es gemacht haben. Man kann sich bei Vorhandensein der entsprechenden Motivation gegenseitig beibringen, worauf es ankommt. Es erfordert keine übermenschliche Kenntnisse oder langjährigen Studien. Einführungen genügen. Der erforderliche Rest kann vollkommen aus der gegenwärtigen Situation zwischen dem Rückführenden und dem Rückgeführten entstehen. Man muß offen für neue Erfahrungen sein und bereitwillig, seinem Mitmenschen für eine kurze Zeit ganz zur Verfügung zu stehen, damit dieser sich klären kann. Man muß absolut auf den anderen konzentriert sein und dabei locker sein können, das ist das ganze Geheimnis. Und man darf nicht werten!

JHC 1. Januar 2006