JHC

Motivationen Teil 2

Ich möchte genauer als im ersten Text zu "Motivationen" beleuchten, was für Motivationen, Vorlieben oder Abneigungen aus vergangenen Existenzen erhalten sein können und wie sie wirken.

Am besten können wir sie erkennen, indem wir uns fragen:

  •  gibt es in meinem Leben Ziele, die ich unbedingt erreichen möchte?
  • gibt es Bereiche, die mich besonders interessieren? Wo möchte ich besonders viel Wissen erlangen?
  • zu welchen Berufsgruppen fühle ich mich besonders hingezogen?
  • welche besonderen Talente und Fähigkeiten habe ich?
  • welche Tätigkeiten bringen mir am meisten Freude?
  • auf was konzentriere ich gewöhnlich meine Aufmerksamkeit ( Umgebungsmerkmale, Sehenswürdigkeiten, Menschen, Sprache), wenn ich in einer fremden /neuen Umgebung bin?
  • welche Gegenden / Länder ziehen mich besonders an?
  • gibt es gesellschaftliche Umstände oder Personenkonstellationen, von denen ich mich am liebsten fernhalte?
  • welche Gegenden / Länder stoßen mich besonders ab?
  • über was rede ich nicht besonders gerne?
  • welche Menschentypen mag ich am liebsten ( nordisch, südeuropäisch, arabisch, afrikanisch, asiatisch, indianisch etc.)
  • welche Menschentypen mag ich gar nicht gerne?

Wer diese Fragen (oder ähnliche, eigene) benutzt, kann sehr viel über sich selbst herausfinden. Vor allem werden einem die inneren Motivationen bewußt. Auf welche Weise wirken die Motivationen? Wer sich selbst ein wenig kennengelernt hat, wird festgestellt haben, daß es eben Lebensbereiche gibt, die einen auf unbegründbare Weise anziehen oder abstoßen. Das gleiche gilt für Länder oder Gegenden, und ebenso ist es mit Menschentypen.

Auf diese Weise sortieren wir sozusagen vor, in welche Richtung unser Leben überhaupt gehen soll. Dabei können uns durchaus auch solche Umstände anziehen, zu denen wir keineswegs freudige Gefühle oder Vorahnungen haben, die uns jedoch gleichwohl zu sich ziehen. Das sind dann Konstellationen, die wir aufsuchen, um unerledigte Konflikte mit Personen oder Örtlichkeiten aufarbeiten zu können. Wir geben uns selbst sozusagen eine zweite Chance, unsere alten nicht erledigten Aufgaben wieder anzugehen (siehe auch "Karma und Schuld").

Es ist uns durchaus möglich, diese selbstgestellten Aufgabe willentlich zu unterdrücken und uns gesellschaftlich üblichen Beschäftigungen hinzugeben, die uns gründlich ablenken. So kann jemand sich dazu bringen, erstmal große Karriere zu machen und viel Geld zu verdienen, ehe er sich daran macht, seine Aufgaben zu erledigen, derentwegen er diesmal hierher gekommen ist. Vielleicht verläßt einen auch der Mut. Das heißt jedoch nicht, daß die Sachen damit erledigt sind. Das sind sie erst dann, wenn wir selbst völlig frei sind von jeglichen Motivationen, wenn wir ohne Druck oder Zug einen frei gewählten Lebensweg gehen können, auf dem wir selbst unser eigener Herr sind, uns keine Krankheiten "überfallen", keine Suggestionen anderer unangemessen beeinflussen und wir selbst die einzige Autorität in unserem Leben sind, die wirkt. Suggestionen anderer erliegen wir, wie ich im Aufsatz "Suggestionen" darlegte, weil wir lernen wollen und uns daher stets nach Möglichkeiten umschauen, die für unseren weiteren Lernprozeß nötigen Lernsituationen nutzen zu können. Sind unsere selbtgestellten Lernprozesse abgeschlossen, werden wir kaum noch auf Umstände reagieren, die sich uns früher als Lernmöglichkeit angeboten haben.

JHC 1. Januar 2006