Wie ich in "Kausalität oder Suggestion" darlegte, sind wir andauernd einer großen Zahl von Einwirkungen auf unseren Körper (den wir zu haben glauben :-) ausgesetzt. Weiter führte ich aus, daß kaum alle Einwirkungen negative Ergebnisse bezüglich unseres Wohlbefindens haben. Unsere gegenwärtige "Bewußtseins - Qualität", also unsere gegenwärtige "Schwingung" bestimmt, was auf uns wirkt und in welcher Weise.
Wir können uns nicht vor Gefahren aller Art schützen, es sind einfach zuviele, vor allem unsichbare. Was können wir tun? Wir können unsere eigene Denkweise und damit unser Bewußtsein und unsere Schwingung auf ein möglichst hohes Niveau bringen, damit uns die Beeinträchtigungen nicht schaden können. Damit dies geschehen kann, müssen wir erstens anerkennen, daß es auf uns selbst am meisten ankommt und nicht auf die äußeren Einwirkungen. Glauben wir, daß äußere Bedingungen die große Gefahr für Leib und Seele darstellen, öffnen wir ihnen Tür und Tor, und unser Glaube wird sich möglicherweise erfüllen. Unser Glaube ist unser Bewußtsein, die Summe unserer Überzeugungen, unsere Realität, das, was wir für richtig und wichtig halten. Das ist für jeden Menschen anders, und daher ist die Welt so bunt wie sie ist.
Wenn wir uns im Leben an dem orientieren, was unsere eigenen Bedürfnisse sind, (siehe "Bedürfnisse"), haben wir schon etwas sehr Wichtiges getan, denn diese ziehen uns in die entsprechende Richtung. Daraus folgen nämlich unsere Absichten, und die wiederum bestimmen mit, was wir erleben. Wir steuern sozusagen indirekt unseren Lebensweg über die Bejahung und Umsetzung unserer eigenen Bedürfnisse und Motivationen. Damit sind wir selbst ein wichtiger Teil unserer "Kommandobrücke".
Der andere Teil wäre unser "Zustand", unsere Schwingung, unsere "geistige Qualität". Diese Zusammenhänge stehen im Kapitel "Resonanz" ausführlich beschrieben.
Kommen wir nun zu der Wichtigkeit, die die grundsätzliche Veränderbarkeit für uns hat. Ich denke, wir können sagen, daß sämtliche Überwindung unangenhmer Situationen erst dadurch ermöglicht wird, daß wir die Hoffnung haben, daß sich Umstände verändern. Politische Situationen, volks - und individualwirtschaftliche Situationen, familiäre Situationen, eigenes Bewußtsein (die Art, wie wir selbst die Welt anschauen) - das alles verändert sich unaufhörlich.
Wenn wir in einer unangenehmen Lebenslage stecken, sehen wir häufig nicht über unseren Horizont hinaus und nehmen Veränderbarkeit nicht wahr. Sind wir aber intuitiv felsenfest davon überzeugt , daß sich die Dinge früher oder später zu unseren Gunsten ändern werden, verbessern wir unser Gefühl und damit unsere Wahrnehmungen. Wir richten uns geistig neu aus. Das sind gute Voraussetzungen dafür, daß wir selbst innerlich bereit sind, unsere Aufmerksamkeit auf "Veränderung" und damit Verbesserung zu richten.
Sollte jemand unter einem Lebensumstand leiden, der ihm unabänderlich erscheint, ist es sehr förderlich, seine Aufmerksamkeit auf Bereiche zu lenken, wo es ihm gut geht, wo Handlungsmöglichkeiten bestehen, wo er die negativen Umstände kompensieren kann. Es macht wenig Sinn, immer auf das zu schauen, was nicht geht. Dann heißt es, Wege zu finden, die eigene Lebenskraft zu nutzen und Neues zu entdecken. Die eigenen bisherigen Standpunkte zu verlassen, das ist nicht einfach und dennoch so wichtig in vielen Situationen.
Unsere Emotionen kommen uns gerne in die Quere, wenn wir uns selbst verändern wollen oder wenn wir Veränderbarkeit nicht wahrnehmen (wollen) . Wir sollten uns angewöhnen, unsere Emotionen als einen wichtigen Teil von uns zu sehen, aber ihnen keineswegs die uneingeschränkte Macht einzuräumen. Wir können 8 und müssen) vielmehr selbst bestimmen, wann wir auf unsere Emotionen hören wollen und wann wir sie in ihre Schranken verweisen wollen.
Ich denke, jeder Mensch sollte lernen, mit seinen Emotionen so umzugehen, daß er von ihnen profitieren kann. Das ist zweifellos situationsabhängig. Mein persönlicher Trick, meine Emotionen zu "sortieren", besteht darin, ihnen meine Inspiration, meine inneren Motivationen und Absichten entgegen zu stellen. Wenn ich etwas plane und Angst spüre, es könnte etwas schiefgehen, frage ich mich innerlich nach meinen "wahren" Motivationen, die zu dem Plan geführt haben. Wenn dann die Motivation in mir "stehenbleibt", weiß ich, daß ich die Angst verleiren werde und mein Plan erfolgreich werden wird. Kommt sie wieder, wiederhole ich die "Gegenüberstellung" von Motivation und Angst. Das mache ich so lange, bis die Angst diesbezüglich verschwunden ist und ich in Ruhe meinen Plan verwirklichen kann. Oft hilft es mir schon, der Angst zu sagen "ja, ich weiß, Du bist da, um mich zu warnen, danke, aber ich bin in diesem Fall bereit, allen Risiken ins Auge zu sehen und mein Vorhaben auch gegen Widerstände durchzusetzen. Ich bin sicher, daß ich das so will!".
Jeder Mensch sollte seine eigenen Erfolgsstrategien anwenden, sich bewußt werden, was er immer getan und gedacht hat, wenn er ein Vorhaben verwirklichen wollte, von dessen Sinn er 100%ig überzeugt gewesen ist und das er dann auch so durch geführt und zu einem Erfolg gebracht hat. Die Größe seines Planes ist nicht entscheidend, nur der Erfolg zählt, denn darauf kann jeder aufbauen. Ich denke, jeder hat schon Erfolge erlebt. Die Erinnerung daran kann und sollte man wirklich nutzen!