JHC

Das Problem, "Phänomene" in das vorhandene unausgesprochene Weltbild zu integrieren oder: Alles physikalisch erklärbar?

Wie ich in dem vorigen Kapitel "..Suche nach.." anführte, war es für mich immer ein Problem, daß alle Erscheinungen, die wir "Realität" nennen können, also alles, was ist, technisch - physikalisch erklärbar sein sollen. Das heißt, nach dem, was wir sowohl in der Schule lernten als auch das, was ich verschiedenen Publikationen entnahm, gibt es nur "natürliche" Erscheinungen, keine "übernatürlichen". Menschen, die als Lehrer, Ärzte, Ingenieure, Wissenschaftler oder ähnlich qualifizierte Leute auftreten, versuchten durch ihre Aussagen zu suggerieren, alles, was es im Kosmos gibt, wäre natürlich bzw. technisch (was auf das Gleiche hinauskommen sollte) erklärbar. Jede Autorität, die sich mit bislang Unerklärbarem befaßt, läuft Gefahr, in die Ecke "Spinner" gestellt zu werden und hält sich meist mit ihren Äußerungen bedeckt.

Tabu?

Die Themen, die zu Unerklärbarem führen könnten, werden geradezu tabuisiert. Man vermeidet überall, solche Themen anzuschneiden, die zu Auseinandersetzungen mit Unerklärbarem führen könnten. Kann es sein, daß "moderne Menschen" regelrecht Angst haben, sich mit "Über - Natürlichem" zu befassen?

Ich wollte auch immer wissen, was der Sinn der ganzen Mühsal sein sollte, der man sich in diesem Leben unterwirft, was denn der Lohn dafür ist, das Ergebnis.

Um das herauszufinden, sichtete ich eine große Zahl von Büchern, versuchte "eingeweihte" Menschen zu finden, las die in den Dreißiger Jahren modernen Physiker wie Jordan, Pauli und andere.

Obwohl ich auch eine große Zahl von Schriften über "Esoterik" fand und las, gab es nirgendwo Erklärungen, die wirklich zu Antworten auf meine Fragen hätten führen können. Die verschiedenen Ausführungen anderer Autoren waren jedoch für mich sehr wichtig, um festzustellen, daß offenbar viele sich mit "Erscheinungen" befaßten. Ich konnte mir einen Überblick verschaffen, was so alles thematisiert worden war und was nicht, auch wenn es keine Antworten gab.

Das subjektive Leben

Ich schreibe über einen Bereich, über den man keine letztgültigen Aussagen treffen kann, nämlich "das Leben". Wenn alles subjektiv ist und gleichzeitig die Suggestion alles beherrscht, ist es schwer bis unmöglich, einen "Standpunkt" zu haben. Wo jeder mit jedem in einer suggestiven Kommunikations - Beziehung steht, müssen wir vielleicht neu denken und reden lernen, um uns als Einzelperson und als menschliche Gesellschaft weiterentwickeln zu können.

Es geht mir nicht um Theorien: es geht mir darum, daß wir Menschen lernen, gesünder zu leben, mehr Freude am Leben zu haben, eine bessere Kommunikation zu haben, friedlicher zusammen leben zu können. Es geht mir darum, die Macht besser als bisher zu verteilen, indem mehr Menschen als bisher ihre eigenen Interessen vertreten, ihre eigenen Bedürfnisse und Motivationen erkennen und leben, anstatt die Macht über Meinung, Wissen, Weltbild, Weltfrieden, Kommunikation anderen zu überlassen wie bisher. Jeder soll so gut wie möglich selbst denken und erkennen können und nicht seine Meinung von seinem Lehrer oder aus seiner Tageszeitung erfahren müssen. Vor allem soll es keine Tabus mehr geben, was die Funktionen des menschlichen Zusammenlebens betrifft, ich denke da vor allem an Telepathie. Diese Funktion wird zwar von vielen Menschen wahrgenommen, existiert aber "offiziell" gar nicht, weil sie von Psychologen und anderen Wissen - Schaffenden stur ignoriert wird. Auch die Tatsache, daß wir nicht nur einmal hier leben und dann für immer im Nichts verschwinden, sondern eine ganze Reihe von Existenzen hinter und möglicherweise noch vor uns haben, wird von "westlichen Wissenschaftlern" einfach totgeschwiegen. Es soll auch nicht mehr verschwiegen werden, daß wir ständig totalen Suggestionen unterworfen sind und selbst ständig anderen etwas suggerieren.

Neue Welt - Macht: unsere eigenen Überzeugungen

Das, was wir "Die Welt" nennen, bedarf dringend einer Neu - Orientierung. Die muß darin bestehen, vorurteilsfrei zu klären, welche Mechanismen und Funktionen wirklich bestimmen, wie wir leben. Und daraus muß folgen, die Herrschaft der bisherigen "herrschenden Meinung" ein für alle mal abzuschaffen und durch Selbst - Denken zu ersetzen. Das hat nichts mit Intelligenz zu tun, sondern damit, ob man es länger hinnehmen will, daß andere darüber befinden, was man selbst denken soll oder was nicht. Um die Wirk - Lichkeit zu erkennen, benötigen wir keine Forscher, das kann jeder selbst für sich besser erledigen. Dazu muß man nur sich selbst vertrauen, seinen eigenen innersten Gedanken und Gefühlen. Diese sind nicht von ungefähr vorhanden, sonder sie sind existenziell, sie sind das, was uns wirklich ausmacht!

JHC 7. Februar 2004