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Paranoia?

Viele Menschen meinen, alles werde immer schlechter auf unserem Planeten. Manche fühlen sich von gewissen Kräften in ihren Freiheiten eingeschränkt, beobachtet, überwacht. Es entstand so etwas wie "Sensationsgier" und "Enthüllungsjournalismus im Untergrund" nach vermeintlichen Neuigkeiten über Zusammenhänge und den daran beteiligten Personen und Clans. Ich möchte hier untersuchen, in welcher Situation wir Menschen offensichtlich sind. Wie im Text " Verschwörung" [ 1 ] dargestellt, arbeiten Interessensverbände und Organisationen auf allen Ebenen daran, ihre eigene Position zum Handeln auf diesem Planeten ständig zu verbessern. Das kann einen sehr bedrohlichen Ausdruck annehmen. Ist es dabei in den überschaubaren geschichtlichen Zeiten zu Machtverschiebungen gekommen, und geht es den Menschen heute schlechter als n vergangenen Zeiten? Es sind über die Menschheit verschiedene Epochen hinweggefegt, in denen es so etwas wie "Großmächte" gab . Ich denke dabei an die Ägypter, Phönizier, Griechen, Römer, Wikinger , Hunnen, Kelten, Franken und andere. Alle haben sie ihre Zeit gehabt, jedoch erst mit der Kolonialisierung und der damit einhergehenden Welt-Christianisierung war ein sehr dunkles Zeitalter angebrochen: der Niedergang der Naturvölker und der abgeschiedenen großen Kulturen Indiens und Chinas. Damit verbunden war die skrupellose Ausbeutung der Natur.

Dunkle Zeiten

In dieser dunklen Zeit waren die Menschen aus unserer heutigen Sicht arm an Möglichkeiten, sich gegen die Eindringlinge zur Wehr zu setzen. Es gab danach Entwicklungen, die es den Menschen gestatteten, stärker zu werden und ihre Rechte besser wahrzunehmen. Diese Entwicklung ist noch lange nicht abgeschlossen, doch jetzt gibt es auch in den Staaten, von denen "Imperialismus" ausgeht, Teile der Bevölkerung, die Skrupel haben alles mitzumachen. Sie übernehmen Verantwortung, informieren sich und andere über Tatsachen und setzen sich für die Rechte von Menschen in Drittländern ein. Betroffene Menschen aus den Drittländern schreiben Bücher, schaffen Informationen über verschiedene Kanäle zum Rest der Welt und finden Mitmenschen, die ihnen helfen, über Zeitungen, Untergrundzeitungen oder Internet weltweit Informationen verfügbar zu machen. ( Ich persönlich habe mindestens 30 in Deutschland ausgemusterte Computer in verschiedene Container gepackt, die zusammen mit anderen Hilfsgütern nach Afrika geschickt wurden.) Dieses geht so schnell, daß irgendwelche Interessensorganisationen, denen es vielleicht nicht recht wäre, es nicht mehr verhindern können. Das ist eine ganz neue Entwicklung, die den Bestrebungen nach weiterer Machtkonzentration entgegensteht. Einerseits wachsen die technischen Möglichkeiten, Menschen zu überwachen, und gleichzeitig entstehen Abwehr - und Unterlaufungsstrategien.

Kaum eine Organisation schafft es, dauernd im Verborgenen zu wirken, immer öfter und lauter dringen Gerüchte und wichtige Informationen nach außen. Immer mehr Menschen lernen Lesen und Schreiben und können sich damit zur Wehr setzen. Davor geschah es ausschließlich durch Waffengewalt oder Flucht. Sogar die Programmierungen der Menschen durch die Religionen bröckeln langsam. Mir fällt auf, daß man heute in Deutschland mit sehr viel mehr Menschen offen über das Thema "Zusammenhänge in Wirtschaft und Politik" reden kann als vor wenigen Jahren. Natürlich ist nichts optimal, und noch immer ist das Menschsein mit erheblichen Qualen und Unbequemlichkeiten verbunden, vor allem in ärmeren Ländern. Doch die Möglichkeiten, die der Einzelne hat, waren noch nie so groß wie jetzt. Und auch heute wie zu jeder Zeit gibt es Menschen, die einfache Wege finden, die Bestrebungen der Machthaber zu unterlaufen, und daraus kann immer eine Bewegung werden, die dann auf die Dauer mehr Verbesserungen für alle bringt. Bei uns ist Kinderarbeit zum Beispiel so gut wie ausgerottet, jedenfalls in ihren sehr krassen Formen, wie sie noch vor 120 Jahren normal waren. Diese Entwicklung wird sich weltweit fortsetzen. Das hängt nicht so sehr mit den politischen Gegebenheiten zusammen, sondern mit den Entwicklungen, die wir menschlichen Seelen im Laufe unserer Wiederkünfte hier durchlaufen. Unsere Kinder lassen sich nicht mehr soviel gefallen, wie wir es noch von Lehrern, Vorgesetzten oder Staat taten. Das Bewußtsein hat sich verändert und verändert sich laufend. Die Zahl der Wehrdienstverweigerer ist sehr stark angestiegen. Wer es oft genug durchlebt hat, Soldat zu sein, der will es irgendwann nicht mehr, und dadurch entwickelt sich eine Gesellschaft weiter. In Europa und einigen anderen Gegenden sind wir doch immerhin schon soweit, daß ein Menschenleben als wertvoll angesehen wird. Das ist noch nicht lange so, ( Heute sterben die Menschen eher auf den Autobahnen als auf dem Schlachtfeld oder im Streit mit anderen wie in früheren Zeiten.)

Auch die Ideen gerechter Wirtschaftsordnungen setzen sich in immer mehr Köpfen fest, und auch das wird kollektive Folgen haben. Die Menschen werden klüger, und das wird Erfolge bringen.

Apokalypse?

Ich meine, die Ideen von Endzeitszenarien entstammt den Suggestionen, die die verschiedenen Religionssysteme aus gewissen Gründen über die Menschheit gebracht haben und entbehren jeder realistischen Grundlage. Die Menschen in Europa reden davon schon seit der letzten Jahrtausendwende, doch ist damals vor über 1000 Jahren nichts derartiges geschehen und zur Enttäuschung vieler auch diesmal nicht. Es müßte doch wohl, wenn es so zielgenau sein soll, auch von einer Kraft von außen verursacht werden, oder? (mit "zielgenau" meine ich, daß laut den Bibelstellen und vedischen Texten z.B. die Menschen von Gott / Göttern zur Rechenschaft gezogen werden sollen durch apokalyptische Szenarien), Welche Vorteile sollte es auch haben für einen Gott oder die Evolution, so starke Veränderungen in so kurzer Zeit vonstatten gehen zu lassen? Gewiß, es hat schwere und schwerste Naturkatastrophen gegeben, aber wodurch sind diese verursacht worden? Sie haben doch wohl immer eine natürliche Ursache gehabt und waren keineswegs eine Strafe irgendeines Gottes. (Wenn ja, sollten wir so einen Gott ernsthaft ignorieren.) Aber mit den damit verbundenen Ängsten haben die Machthaber der vergangenen Epochen die Menschen immer beherrschen können. Soll das nicht endlich aufhören?

Unsere eigene geistige Macht

Also fangen wir an, an uns selbst und unsere geistige Macht zu glauben, dann können uns solche Angstkonstrukte nichts mehr anhaben. Öffnen wir uns für unsere eigenen Instinkte, öffnen wir unser Herz, fangen wir an, uns selbst zu vertrauen. Wer seine eigene Macht, nämlich die Macht seiner Gedanken und Vorstellungen, leugnet, schwächt sich nur unnötig! Alle Gedanken, die uns Angst machen, sollten wir betrachten als das, was sie ihrer Natur nach sind: unsere eigenen Reaktionen auf Symbole, Märchen, Filme und Endzeitszenarien. Sicher können es bewußt von interessierten Kreisen gesteuerte Suggestionen sein und damit das Echo unserer eigenen Kultur, die viele 100 Jahre auf Angstverstärkungen beruhte und das spätestens seit der Christianisierung. Wer das noch in sich drin hat, sollte es schleunigst entfernen. (Selbsttherapie) Jeder sollte sich von jeglichen Suggestionen befreien, die zu Ängsten führen. Es kann uns nichts wirklich passieren, jeder ist geistig und damit faktisch unsterblich und jeder hat sehr große psychische Macht, wenn er es sich nur selbst zubilligt. Der Weg zu einer größeren Freiheit im äußeren Leben führt ausschließlich über die Vergrößerung der inneren Freiheit des Einzelnen. Es gibt keine Abkürzung, man muß es selbst machen, selbst die Schritte gehen, innerlich bereit sein, nach Weiterentwicklung und Lösung zu fragen. Warten auf vernünftiges Handeln seitens Politiker bringt nichts. Politiker können immer nur im Rahmen ihrer eigenen Zwänge handeln, und davon haben sie weitaus mehr als wir "Privat - Individuen".

[1] Verschwörung? - Wir alle sind es!

JHC 28. Oktober 2003